A- A+

Ein Ort der Erinnerung

Ein Museum im Herzen der Zitadelle
Das Museum befindet sich in einem Gebäude, das im Auftrag von François Michel Le Tellier de Louvois, Staatsminister von Ludwig XIV., erbaut wurde. Das Gebäude diente ursprünglich als Kaserne für die Kadetten des Königs. Es wurde offiziell am 8. September 1982, dem Jahrestag der Befreiung von Besançon, eröffnet.

Eine sehr symbolische Wahl der Zitadelle für dieses Museum mit dem Gütesiegel „Musée de France“
Von 1941 bis 1944 wurden in der Zitadelle die vom Militärgericht der Feldkommandantur Besançon zum Tode verurteilten Menschen hingerichtet. Vier Pfähle, zwischen dem Brunnen und der Kapelle Saint-Etienne aufgestellt, zeugen von diesen tragischen Ereignissen.

100 Widerstandskämpfer wurden in der Zitadelle erschossen: 84 Franzosen und 16 Ausländer aus den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Luxemburg, Spanien und Polen. 16 Mitglieder der Gruppen FTP Guy Mocquet und Marius Vallet wurden am 26. September 1943 erschossen. Unter ihnen waren zwei Spanier und junge Menschen aus der Franche-Comté, darunter der 16-jährige Henri Fertet, Schüler am Lyzeum Victor Hugo. Bevor er stirbt, schreibt er einen ergreifenden Brief, der sein Engagement bezeugt:
„Ich sterbe für mein Vaterland, ich will ein freies Frankreich und glückliche Franzosen, nicht ein stolzes Frankreich, erste Nation der Welt, sondern ein arbeitsames Frankreich, arbeitsam und ehrenvoll. Mögen die Franzosen glücklich sein, das ist die Hauptsache.“ Der Brief, der heimlich kopiert und gedruckt wurde, wird im Radio Londres (dt.: Radio London), dem französischsprachigen Hörfunksender der BBC im 2. Weltkrieg, von Maurice Schumann vorgelesen und findet großen Widerhall.

Am 7. September 1944, dem Tag vor der Befreiung von Besançon, wird die Zitadelle von der amerikanischen Armee befreit. Die Zitadelle wird anschließend zum Gefängnis für deutsche Kriegsgefangene.

 

Anmelden