Ausstellungsarchiv

Koffer! Geschichten eines Gegenstands im Krieg
(vom 27. Mai 2025 bis zum 4. Januar 2026)
Für diese Sonderausstellung hat das Museum einen Rundgang rund um einen Alltagsgegenstand konzipiert: den Koffer. Heute steht er für Flucht oder Reise, doch im Kontext des Zweiten Weltkriegs veranschaulicht er auch andere Realitäten: das Exil der spanischen Republikaner, den Exodus, den Kampf der Résistance, die Deportation, die Vernichtung der Juden oder auch die Bewahrung der Spuren der Geschichte für künftige Generationen. Ausgehend von seinen Sammlungen und dank zahlreicher Leihgaben möchte das Museum diesen Gegenstand und seine verschiedenen Verwendungszwecke beleuchten. Als Geschichtsmuseum und Instrument der Bürgerbeteiligung setzt das Museum des Widerstands und der Deportation damit seine Auseinandersetzung mit der Geschichte, den heute noch vorhandenen Spuren und den Fragen fort, die diese in unserer heutigen Welt aufwerfen.
Erhältlich im Museumsshop des Musée de la Résistance et de la Déportation, im Buchhandel und beim Verlag
Koffer! Geschichten eines Gegenstands im Krieg – SilvanaEditorial Verlag – August 2025

Am Tisch: Geschichten zum Teilen
(vom 8. September 2023 bis zum 29. September 2024)
Anlässlich seiner Wiedereröffnung hat das Museum beschlossen, seine besondere Verbindung zu den Spendern in den Mittelpunkt zu stellen. Seit seiner Gründung Ende der 1960er Jahre hat es seine Sammlung aus Gegenständen und Archivmaterialien aufgebaut, die von ehemaligen Widerstandskämpfern und Deportierten sowie später von deren Familien gespendet wurden.
Im Laufe der Jahre hat er sich auf diesem Gebiet fundierte Fachkenntnisse angeeignet und dabei nicht nur die persönlichen Geschichten und Lebenswege derjenigen dokumentiert, die den Zweiten Weltkrieg erlebt haben, sondern auch deren Platz im kollektiven Gedächtnis und die Art und Weise, wie diese Erinnerungen weitergegeben werden.
Anhand einiger Begegnungen mit Spendern, die von der Fotografin Brigitte Chartreux festgehalten wurden, gewährt die Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen dieser außergewöhnlichen Treffen: Geschichten, die erzählt werden, Objekte und Archivmaterial, die es zu entdecken gilt, sowie die Emotionen, die uns durchströmen. Um dieser wichtigen Arbeit ihre ganze künstlerische, poetische und zutiefst menschliche Dimension zu verleihen, hat das Museum diese Ausstellung konzipiert, die Fotografien und Erzählungen vereint, denn Bilder und Worte sind Teil derselben Sprache.