Abbildung: Besançon besuchen

Besançon besuchen Hauptstadt der Zeit

Eine Auszeit in Besançon

Besançon, ein facettenreiches Reiseziel inmitten einer außergewöhnlichen Naturlandschaft, bietet ein einzigartiges Erlebnis: Die Stadt ermöglicht ihren Besuchern gleichzeitig ein Eintauchen in die Geschichte, vielfältige Outdoor-Aktivitäten und den ganzen Charme des „französischen Lebensstils“ in einer dynamischen und kreativen Stadt. Die umliegende Natur ist üppig – Flüsse, Wanderwege, Wälder und Moore prägen die große Vielfalt der Landschaften.

Ob für ein Wochenende oder einen längeren Aufenthalt – ganz nach Lust und Laune – kann man
durch die reizvollen Straßen schlendern, eines der schönsten Kunstmuseen Frankreichs besuchen oder die Stadt von einem grandiosen Aussichtspunkt aus entdecken, indem man die Waldwege entlanggeht.

Besançon hat viele Facetten: eine Stadt am Wasser, Hauptstadt der Zeit, Geburtsort großer Persönlichkeiten (allen voran Victor Hugo), Weinstadt mit ihrem historischen Stadtteil Battant, Ort der Erfindungen und Innovationen … und Hauptstadt der Artenvielfalt.

Dächer des Granvelle-Palasts – Musée du Temps in Besançon

2.000 Jahre Geschichte

Seit mehr als 2000 Jahren ist der außergewöhnliche Standort von Besançon von Menschen besiedelt: zunächst vom gallischen Stamm der Sequaner, dann von den Römern im Gefolge von Julius Cäsar, der die Verteidigungsvorteile des Ortes bewunderte, „dessen Fluss eine Schleife bildet, die man für mit dem Zirkel gezeichnet halten könnte“. Tatsächlich ist die geografische Lage von Besançon bemerkenswert und wurde seit jeher befestigt.

Nach dem Mittelalter, in dem sich der Erzbischof als Fürst des Heiligen Römischen Reiches etablierte, folgte die blühende Renaissance, für die die Familie de Granvelle stand, und schließlich, Ende des17. Jahrhunderts, die Eroberung durch die französischen Truppen Ludwigs XIV. Von da an wurde Besançon zur Hauptstadt der Franche-Comté, einer französischsprachigen Provinz, die lange Zeit zum Habsburgerreich gehörte. Vauban schuf auf Befehl seines Herrschers eine Stadtbefestigung und verwandelte die Zitadelle in ein wahres architektonisches Meisterwerk. Dies brachte Besançon die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe ein, als Teil der bedeutendsten Stätten des Vauban-Netzwerks.

Seitdem hat sich die Stadt stetig weiterentwickelt, zunächst in der Doubs-Schleife und später auch darüber hinaus, an den Hängen des natürlichen Amphitheaters, das diesen Ort umgibt.

Seit der Revolution trug die Uhrenindustrie zur Dynamik der Stadt bei, und die ursprünglich aus der Schweiz stammenden Uhrmacher ließen sich im Herzen der Stadt nieder, bis ihr Handwerk zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige wurde. Während des Zweiten Kaiserreichs gab es in der Stadt fast 400 Werkstätten, die sich die Uhrenherstellung aufteilten. Die Gründung einer Uhrmacherschule sowie die Einrichtung einer Sternwarte Ende des 19. Jahrhunderts sicherten die Weitergabe des Fachwissens und die Entwicklung einer industriellen Tätigkeit. Besançon wurde zur Hauptstadt der französischen Uhrenindustrie.
Das uhrmacherische Know-how in Besançon wurde im Dezember 2020 in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Die „Porte Noire“ von Besançon ist ein gallorömischer Triumphbogen, der im2. Jahrhundert errichtet wurde

Besançon, Stadt der Kunst und Geschichte

Besançon ist seit 1986 eine „Stadt der Kunst und Geschichte“

Ein Spaziergang durch Besançon ist wie eine Reise durch Jahrhunderte der Geschichte, und die Altstadtviertel bieten den Besuchern ihre architektonischen Schätze – aber es ist auch ein Ausflug in die umliegenden Wälder oder an den Fluss Doubs, der die Altstadt wie eine natürliche Festungsmauer umgibt, ergänzt durch die von Vauban errichteten Stadtmauern.

Bei einem Spaziergang kann man die Fassaden wunderschöner Stadtvillen bewundern (fast 200, die größtenteils im18. Jahrhundert erbaut wurden), durch Battant schlendern, ein ehemaliges Winzerviertel, das an den Hängen liegt, die sich einst bis in die Weinberge erstreckten, und das Viertel Saint-Jean entdecken, das sich an die Hänge der Zitadelle schmiegt und um die gleichnamige Kathedrale herum liegt. Dieses aus dem frühen Mittelalter stammende Bauwerk birgt zahlreiche Schätze, darunter Meisterwerke der Malerei der italienischen Renaissance sowie die berühmte astronomische Uhr von außergewöhnlicher Komplexität. Außerdem kann man im Casino spielen, das sich im Herzen des ehemaligen Kurviertels befindet, in dem unter anderem Colette zu Gast war.

Man kann auch in die Unterstadt rund um die Markthalle gehen, es sich auf einer Terrasse
gemütlich machen oder durch die belebtesten Einkaufsstraßen schlendern, die – wie es sich gehört – Fußgängerzonen sind.
Ein dichtes, reichhaltiges und abwechslungsreiches Kulturprogramm bietet das ganze Jahr über
Aufführungen, Konzerte, Veranstaltungen und Events rund um Musik, zeitgenössische Kunst, bildende Kunst oder auch Tanz.

In Besançon und Umgebung bieten sich zahlreiche Outdoor-Aktivitäten an: Kanu- und Kajakfahren, Wandern und Radfahren, Klettern, Schwimmen, Segelfliegen, Höhlenwandern, Reiten, Golf …

Museum für Bildende Künste und Archäologie in Besançon – Die älteste öffentliche Sammlung Frankreichs

Die Must-haves

Das Museum für Bildende Kunst und Archäologie in Besançon

Es beherbergt eine der umfangreichsten und ältesten öffentlichen Sammlungen Frankreichs. Gemälde renommierter Meister – von Bellini über Courbet bis hin zu Bonnard – untermauern den Ruf dieser Sammlung. Das Zeichnungskabinett mit 5.000 Blättern gilt als eines der bedeutendsten in Frankreich.

Das Zeitmuseum

Das Musée du Temps, das zugleich Geschichts-, Uhren- und Wissenschaftsmuseum ist und in einem prächtigen Renaissance-Palast untergebracht ist, würdigt die Geschichte und die Uhrmachertradition von Besançon.

Das Geburtshaus von Victor Hugo

Dieses Haus, in dem der große Schriftsteller das Licht der Welt erblickte, ist als Ort der Vermittlung konzipiert und beleuchtet anhand einer lebendigen Ausstellungsgestaltung die wichtigsten Engagements von Victor Hugo, der seiner Heimatstadt stets verbunden blieb.

Das FRAC

(Regionalfonds für zeitgenössische Kunst) in einem prächtigen, von Kengo Kuma entworfenen Gebäude am Ufer des Doubs – ein Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst in all ihren Formen und Ausprägungen.

Das Freilichtmuseum „Parc des Maisons comtoises“ (Nancray)

Auf der ersten Hochebene des Jura, 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, befindet sich ein Freilichtmuseum, in dem fast 30 alte Gebäude wieder aufgebaut wurden, um einen Einblick in die traditionelle ländliche Wohnkultur zu geben, und das ein Programm bietet, das sich mit der Beziehung des Menschen zur Natur befasst.

Nützliches

Besançon in der Tasche

Auf visiter.besancon.fr finden Sie touristische Rundgänge, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und alle Geschäfte im Stadtzentrum sowie den Veranstaltungskalender – frei zugänglich über WLAN (Netzwerk „visiter.besancon“), das 4G-Netz oder durch Scannen des nebenstehenden QR-Codes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website desFremdenverkehrsamts von Grand Besançon.

Ein toller Tipp, um Besançon zu entdecken

Tourismus-Pass erhältlich in der Touristeninformation und im gesamten Ginko-Netz, insbesondere an der Haltestelle „Ginko Citadelle“.