Abbildung: Musée comtois Abbildung: Musée comtois Abbildung: Musée comtois Abbildung: Musée comtois Abbildung: Musée comtois

Logo des Musée de France Museum der Franche-Comté Akteur im Dialog zwischen Kulturen und Gesellschaften

Entdecken Sie die Gesellschaft der Franche-Comté aus einem neuen Blickwinkel dank der Sammlungen des Musée comtois. Zwischen Tradition und Moderne, alten und zeitgenössischen Zeugnissen laden mehr als 100.000 Objekte dazu ein, einen Blick zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu werfen.

©Marc Paygnard, Natacha Paygnard und ihre Freundinnen, Noroy-le-Bourg, 1979

Mit seinen 15 Sälen, die sich auf drei Ebenen verteilen, lädt die Dauerausstellung des Musée comtois dazu ein, mehr als ein Jahrhundert des Lebens, der Bräuche und der Geschichten in der Franche-Comté zu erkunden. Objekte, Porträts, Zeitzeugenberichte und Kunstwerke treten in einen Dialog, um die Wandlungen einer Region vom Ende des19. Jahrhunderts bis heute zu erzählen. Vom Alltag bis zur darstellenden Kunst, von Volkslegenden bis zu Migrationsgeschichten bietet das Museum einen einfühlsamen Blick auf die Lebenswege, Bräuche und Erinnerungen, die diese Region geprägt haben.

Im obersten Stockwerk des Museums erwartet Sie eine außergewöhnliche Marionettensammlung. Sie verdeutlicht die lokale Begeisterung für diese Form der darstellenden Kunst, den kreativen Reichtum und die Ausdrucksfreiheit der Künstler aus der Franche-Comté.

Die Fotografie zieht sich durch den gesamten Rundgang. Von Bildern von Jean Garneret und dem Verein „Folklore Comtois“ (1930er–1990er Jahre) über die Glasplatten der Familie d’Orival (Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts) bis hin zu den zeitgenössischen Werken von Marc Paygnard – die ab dem 19. April 2025 zu sehen sind – zeigen diese vielfältigen Blickwinkel Frauen, Männer und Kinder der Region.

Marc Paygnards Blick

Im Fokus ...

Marc Paygnards Blick

Der 1945 geborene humanistische Fotograf Marc Paygnard bereiste die ganze Welt, fotografierte aber auch mit großer Leidenschaft die Frauen, Männer und Kinder der Franche-Comté, seiner Wahlheimat seit 1973. Marc Paygnard fängt spontane, humorvolle oder poetische Alltagsszenen ein und richtet seinen Blick vor allem auf das, was Menschen verbindet, und regt uns so dazu an, darüber nachzudenken, wie wir Gemeinschaft mit anderen schaffen.

Die Fotografien von Marc Paygnard sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter im Musée Nicéphore-Niepce in Chalon-sur-Saône, im Musée Carnavalet in Paris sowie im MoMA in New York. Es ist daher ein großes Glück für das Musée comtois, 468 Originalabzüge in seine Sammlungen aufnehmen zu dürfen. Diese Schenkung wird 2025 im Rahmen einer Sonderausstellung sowie in der Dauerausstellung des Museums gewürdigt.

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Die Sammlungen des Musée comtois verdanken einem Mann sehr viel: Abbé Jean Garneret. Inspiriert vom skandinavischen Vorbild widmete er sich der Feldforschung in der Ethnologie, um eine Welt zu bewahren, die unter dem Einfluss der großen wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen des Jahrhunderts im Verschwinden begriffen war: Ab den 1930er Jahren sammelte er auf eigene Initiative und später auf Wunsch der Direction des Musées de France sowie des Musée National des Arts et Traditions Populaires Objekte, die das Leben in der Franche-Comté dokumentieren.

Das 1946 gegründete und seit 1960 in der Zitadelle untergebrachte Musée comtois erweitert seine Sammlungen dank zahlreicher Spenden von Privatpersonen. Nicht zu vergessen ist dabei der Verein „Folklore comtois“ und seine maßgebliche Rolle: So schenkte er beispielsweise im Jahr 2007 der Stadt Besançon eine sehr umfangreiche Sammlung von Negativen.
Teilweise digitalisiert, sind einige Sammlungen online auf der Website „Mémoire vive“ der Stadt Besançon sowie auf dem Portal „Portail des Arts de la Marionnette“ verfügbar.

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