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Dauerausstellung

Raum 15 im Museum des
Widerstands und der Deportation

Rundgang durch das Museum
Das Museum hat eine Fläche von 2700 m² auf 3 Stockwerken. Die Exponate befinden sich in 20 Räumen, die über 2 Stockwerke verteilt sind.

Die Räume des Museums
Das Museum behandelt mithilfe von Gegenständen, Fotografien, Texten und Originaldokumenten Themen des 2. Weltkriegs : Nationalsozialismus in Frankreich und in Europa (Raum 1 bis 3), Besetzung und Kollaboration (Raum 4 und 5), Anfänge des Widerstands im freien und im besetzten Frankreich (Raum 6 bis 8), Krieg, Unterdrückung und Endlösung (Raum 9 bis 14), Leben und Arbeit im Konzentrationslager (Raum 15 und 16), Tod und Widerstand in den Konzentrationslagern und das Ende der Konzentrationslager (Raum 17 und 18) sowie der europäische Widerstand und die Befreiung (Raum 19 und 20).

Saal Jean Daligault und Léon Delarbre

In diesen beiden Räumen, die sich im 2. Stock des Museums befinden, sind die Zeichnungen, Bilder und Skulpturen der sogenannten „Kunst im KZ“ von Jean Daligault und Léon Delarbre ausgestellt.

Der Priester Jean Daligault (1899-1945), der infolge des „Nacht- und Nebel-Erlasses“ nach Hinzert und anschließend in verschiedene deutsche Gefängnisse verschleppt wurde, entdeckt seine Leidenschaft für die Malerei, als er seine Kameraden, Richter und Wächter, also alles, was seine innere Welt berührt, malt. Er malt sich auch selbst in Selbstporträts. Er wird am Abend vor der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau durch die Amerikaner durch eine Kugel in das Genick erschossen.

Léon Delarbre (1889-1974), Maler und Konservator des Museums der Schönen Künste der Stadt Belfort, wurde nach Auschwitz, Buchenwald und dann nach Dora deportiert. Seine Werke, deren fast fotografische Szenen aus dem Leben gegriffen sind, verurteilen die Barbarei. Er trug sie versteckt auf seiner Brust bis zu seinem letzten KZ in Bergen-Belsen, wo er von den Alliierten befreit wurde.
Jean Daligault, Selbstporträt, Trêves, 1944 Léon Delarbre, Le pilon de fortune (Das Holzbein), Buchenwald, Mai-Juni 1944

Interaktives Display


Das interaktive Display in Raum
15 im Museum des
Widerstands und der Deportation



Im Raum 15 des Museums steht seit April 2011 ein interaktives Display.
Das Display ermöglicht es Besuchern, auf 160 Werke von Jean Daligault und Léon Delarbre zuzugreifen. Verschiedene Themen, die in einer kurzen historischen Präsentation behandelt werden, können von Besuchern ausgewählt werden: Alltag, Häftlinge, die Kapos (Funktionshäftlinge), der Tod usw.
In jeder Etappe können Besucher auch das Glossar konsultieren und sich die Definition bestimmter Begriffe anschauen.
Jedes Werk kann von der Vorderseite und der Rückseite sowie stark vergrößert betrachtet werden, um Details zu erkennen, die ansonsten nicht mit dem bloßen Auge zu sehen sind. Die Werke sind sehr empfindlich und momentan in speziellen Räumen mit eingeschränktem Zugang ausgestellt. Dank dieses interaktiven Displays können sie jetzt von mehr Besuchern betrachtet werden.

 

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